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Bewerbung um ein Praktikum

Bewerbung um ein Praktikum – darauf kommt es an!

Praktika aller Art, egal ob freiwillig oder verpflichtend, gewinnen heutzutage immer mehr an Bedeutung. Neben einem theoretischen Hintergrund legen deutsche Unternehmen nach wie vor großen Wert auf praktische Erfahrungen, welche während der Schul- oder Studienzeit im Rahmen eines Praktikums erworben werden können. Erfolgreich absolvierte Praktika helfen dabei, wertvolle Praxiserfahrung zu sammeln und dir deinen Berufseinstieg merklich erleichtern.

Die Bewerbung um ein Praktikum ist daher für Schüler, Studenten, Quereinsteiger oder Andere von großer Bedeutung. Diese können bereits während des Studiums erste Berufserfahrung gesammelt werden, um als künftiger Absolvent auf dem Arbeitsmarkt zu bestehen, um sich selbst gegebenenfalls die Tür zum Traumjob zu öffnen.

Bewerbung als Praktikant - Gruppe von Praktikanten

Praktikumsplätze werden deshalb immer beliebter, was zu einer steigenden Konkurrenz unter Bewerbern führt. Grund genug, um als potenzieller Praktikant mit einer wohldurchdachten und überzeugenden Praktikumsbewerbung zu glänzen.

Dies ist allerdings leichter gesagt als getan, denn insbesondere für junge Bewerber stellt die Bewerbung um einen Praktikumsplatz aufgrund fehlender Berufserfahrung und einem dementsprechend kurzen Lebenslauf vor einige Herausforderungen.

Wie überzeuge ich ein Unternehmen davon, dass ich der ideale Praktikant bin? Was gehört in ein gelungenes Bewerbungsanschreiben für ein Praktikum? Worauf sollte ich besonders achten? All das sind nur einige wenige von vielen Fragen, welche sich Schüler und Absolventen bei der Bewerbung stellen.

Wie die perfekte Bewerbung um ein Praktikum aussieht und worauf du achten solltest, erfährst du im folgenden Artikel. Die Bewerbungstipps und Ratschläge helfen dir, gut vorbereitet zu sein und einen Praktikumsplatz zu ergattern, der genau zu deinen Stärken und Vorstellungen passt.

Die Bewerbung als Praktikant – Grundlegendes

Wie bei jeder anderen Bewerbung auch gilt es bei einer Bewerbung, um ein Praktikum durch Individualität hervorzustechen, um dich von deinen Mitbewerbern positiv abzuheben. Vor allem bei Bewerbungen um Praktika ist dies wichtig, da sich die Lebensläufe vieler Bewerber vergleichsweise wenig unterscheiden, als das Personaler diese allein daran bemessen könnten.

Vor allem das Anschreiben deiner Bewerbung hat daher eine besonders große Bedeutung. Zudem solltest du deine wichtigsten Fähigkeiten und Kenntnisse in den Vordergrund deiner Bewerbung stellen, um Personalentscheidern positiv im Gedächtnis zu bleiben.

Grundlegend solltest du bei deiner Praktikumsbewerbung, wie auch bei jeder anderen herkömmlichen Bewerbung ein professionelles Bewerbungsfoto verwenden, überflüssige Standardformulierungen vermeiden und deine Bewerbungsunterlagen ansprechend und seriös gestalten. Dazu zählt auch die optische Gestaltung in einem modernen und einheitlichen Design.

Um dir einen ersten Überblick zu verschaffen, klären wir im Folgenden zunächst die Frage, was die Bestandteile einer Praktikumsbewerbung sind.

Was gehört in eine Praktikumsbewerbung?

Der Inhalt deiner Bewerbung als Praktikant unterscheidet sich im Grunde kaum von der Bewerbung auf eine Arbeitsstelle. Der Aufbau der Bewerbung besteht daher aus folgenden Dokumenten:

  • Deckblatt (optional)
  • Anschreiben
  • Lebenslauf
  • Anlagen

Welche Unterlagen du mit deiner Bewerbung verschicken musst, ist nicht immer klar definiert. Für ein Schülerpraktikum, das nicht länger als eine Woche dauert, kann auch eine einfache Kurzbewerbung ausreichen.

Findest du in der Stellenbeschreibung des Arbeitgebers keine Informationen dazu, welche Bewerbungsunterlagen gewünscht werden, solltest du auf Nummer sichergehen und eine Bewerbung mit allen obenstehenden Komponenten verschicken.

Grundsätzlich solle es dein Ziel sein, die Bewerbung so gezielt wie möglich auf das Unternehmen und die Anforderungen der Stelle zuzuschneiden, um deutlich zu machen, dass du der perfekte Kandidat für ein Praktikum bist.

Beim Motivationsschreiben handelt es sich um die sogenannte „dritte Seite“, bei der du deine Beweggründe und Ziele für deine Bewerbung noch einmal gesondert zum Ausdruck bringen kannst. Für eine Bewerbung um eine Praktikumsstelle reicht es allerdings vollkommen aus, dies im Anschreiben unterzubringen. Ein zusätzliches Motivationsschreiben ist für deine Bewerbung nicht notwendig – sofern es in der Stellenanzeige nicht ausdrücklich angefordert wird.

Darum ist ein Deckblatt von Vorteil

Ein Deckblatt ist für deine Bewerbung auf einen Praktikumsplatz nicht unbedingt notwendig, allerdings verhilft es dir dabei, im Gedächtnis zu bleiben und positiv aufzufallen. Darüber hinaus kannst du so auch deine Motivation zeigen, da offensichtlich bereit bist, mehr als nur das Mindestmaß der Anforderungen zu erfüllen und du dir nachweislich Mühe mit deinen Bewerbungsunterlagen gibst.

Das Deckblatt sollte dein Bewerbungsfoto enthalten und deine Kontaktdaten schnell auffindbar präsentieren. Zusätzlich hast du die Möglichkeit, in einem kurzen Profiltext deine relevantesten Kompetenzen hervorzuheben.

Anschreiben für ein Praktikum

Grundsätzlich ähnelt das Anschreiben einer Bewerbung um einen Praktikumsplatz sehr dem Anschreiben für eine „normale“ Stelle. Gehe darin bestmöglich auf die Aufgaben und Anforderungen der Stellenanzeige ein und zeige, dass du die Kriterien des Arbeitgebers erfüllst.

Achte darauf, nicht nur die Inhalte aus deinem Lebenslauf zu wiederholen, sondern liefere ergänzende Informationen, die ein echtes Bild von deinen Erfahrungen und deinem Know-how vermitteln.

Fokussiere dich dabei auf die relevantesten Infos und bedenke, dass komplexere Themen im Vorstellungsgespräch auch noch persönlich besprochen werden können, wenn die Länge deines Textes sonst eine DIN-A4-Seite überschreitet.

Wenn du dein Bewerbungsschreiben fertig hast, kannst du mit folgenden W-Fragen kontrollieren, ob es alle wichtigen Informationen enthält:

  • Warum hast du dich für dieses Unternehmen / diese Stelle entschieden?
  • Welche fachlichen Kenntnisse und Qualifikationen bietest du?
  • Was zeichnet dich persönlich aus / welche Soft Skills bringst du mit?
  • Wie kannst du der Firma einen echten Mehrwert bieten?
  • Wann (über welchen Zeitraum) kannst du zur Verfügung stehen?

Gerade bei der Praktikumsbewerbung kommt dem Anschreiben eine besondere Rolle zu, da du als vermutlich berufsunerfahrener Arbeitnehmer nicht alleine durch deinen Lebenslauf überzeugen kannst.

Konzentriere dich daher im Anschreiben auf die wesentlichen Alleinstellungsmerkmale und achte auf Formulierungen mit einer gesunden Portion Selbstbewusstsein. Immerhin sucht das Unternehmen nach deiner Unterstützung und möchte, sofern du geeignet bist, deine Zeit und Arbeitskraft in Anspruch nehmen.

Wenn du jetzt noch nicht weißt, wo du anfangen sollst und an welche Stelle welche Informationen gehören, sehen wir uns einmal gemeinsam die einzelnen Bestandteile deines Anschreibens an:

Anrede & Einleitung

Die Einleitung bzw. der Einleitungssatz ist einer der wichtigsten Teile im gesamten Anschreiben, da dieser die Aufmerksamkeit des Lesers wecken sollte. Viele Bewerber sitzen vor einem weißen Blatt Papier und finden zum Start nur schwer die richtigen Worte.

Versuche, vorab unbedingt deinen Ansprechpartner zu recherchieren, um diesen direkt anzusprechen. Eine allgemein formulierte Anrede, wie beispielsweise „Sehr geehrte Damen und Herren“ kann implizieren, dass es sich um eine Massenbewerbung handelt und es dir im Grunde egal ist, wo du dein Praktikum absolvierst.

Ist auf der Unternehmenswebsite oder in der Stellenausschreibung kein Ansprechpartner für eine Praktikumsbewerbung genannt, hilft ein Anruf bei der Personalabteilung weiter. Mit etwas Glück landest du direkt bei der für Praktika verantwortlichen Person und hinterlässt bereits hier einen ersten positiven Eindruck.

Doch nun zurück zum Einleitungssatz: Personaler werden häufig mit Floskeln konfrontiert und lesen oftmals Mustersätze in folgendem Stil:

Mit großer Freude bin ich auf Stellenportal XY auf Ihre freie Praktikumsstelle aufmerksam geworden, um welche ich mich hiermit bewerbe.

Streng genommen ist diese Formulierung zwar nicht falsch, dennoch wirkt sie auf Personaler weder kreativ, noch hebst du dich mit solchen Floskeln von deinen Mitbewerbern ab. Da die ausgeschriebene Stelle, auf welche du dich bewirbst, auch bereits im Betreff des Anschreibens genannt wird, bietet dieser Satz einem Personaler zudem keine neuen Informationen.

Der erste Satz deines Anschreibens sollte möglichst individuell sein und Lust darauf machen, mehr über dich zu erfahren. Inmitten von Hunderten Bewerbungen gibt es nichts, was Personaler mehr anspricht als Individualität, Persönlichkeit und Authentizität.

Besser wäre demnach folgendes Beispiel:

Da ich im Studium bereits den Schwerpunkt auf den [Fachbereich] gelegt habe, konnte ich mir bereits viel theoretisches Know-how aneignen, das ich gerne bei Ihnen in der Praxis vertiefen möchte. Ich bin überzeugt davon, bei Ihnen nicht nur viel Neues lernen zu können, sondern Ihr Team über die Dauer des Praktikums auch kompetent zu verstärken.

Mit dieser Einleitung gibst du gleich wertvolle Infos über dich preis, zeigst einen konkreten Mehrwert für den Arbeitgeber und vermittelst gleichzeitig Selbstbewusstsein, Motivation und Zielstrebigkeit.

Ein gutes Anschreiben sollte bereits zu Beginn dein überzeugendstes Argument zum Ausdruck bringen. Bei wenig vorhandener praktischer Erfahrung lässt sich hier vor allem mit Persönlichkeit und Motivation punkten.

Das Unternehmen sollte bereits zu Beginn der Bewerbung angesprochen fühlen. Deshalb ist es auch eine Möglichkeit, bereits im Einleitungssatz auf den Status des Unternehmens (Unternehmensgröße) oder die Unternehmenskultur (Nachhaltigkeit etc.) einzugehen, um deutlich zu machen, dass du dich mit deinem Wunschunternehmen beschäftigt hast.

Hauptteil

Es gibt verschiendenste Varianten, deinen Hauptteil aufzubauen, deshalb solltest du auch ein paar Minuten in deine Vorbereitung investieren und dir vorab überlegen, welche Fähigkeiten und Erfahrungen du an dieser Stelle unterbringen möchtest.

Hard Skills

Vor diesem Hintergrund solltest du zeigen, dass du die Voraussetzungen an die Stelle bestens erfüllst und der ideale Praktikant bist. Starten kannst du mit den sogenannten Hard Skills – also deinen fachlichen Qualifikationen und deinen angeeignet Fähigkeiten.

Das kann Know-how aus deinem Studium oder deinem schulischen Werdegang sein, Erfahrungen, die du in einer anderen Praktikums- oder Werkstudentenstelle sammeln konntest, aber auch private Projekte, die du umgesetzt hast und welche einen konkreten Bezug zu deinem Job haben.

Beachte, welche Qualifikationen, Fähigkeiten und Kenntnisse nötig sind und erwähne, weshalb das Praktikum ausgerechnet zu dir, deinem Hintergrund und deinen Interessen passt. Gerne gesehen sind hierbei vor allem präzise und aussagekräftige Beispiele und Argumente, die deutlich machen, dass ein Praktikum sowohl für dich als auch das Unternehmen lohnend ist.

Unternehmensbezug

Wie bereits angesprochen, ist es wichtig, zu verdeutlichen, dass du dich mit dem Unternehmen, bei welchem du dich um ein Praktikum bewirbst, auseinandergesetzt hast und du dich ganz konkret für dieses entschieden hast.

Bist du in der Einleitung deines Anschreibens bereits darauf eingegangen, hast du dein Soll vermutlich bereits erfüllt und kannst diesen Punkt im Hauptteil selbstverständlich weglassen.

Soft Skills

Neben deinen Hard Skills sollten deine Soft Skills im Bewerbungsschreiben ebenso Platz finden. Dazu zählen deine persönlichen Eigenschaften wie beispielsweise Teamfähigkeit, Kritikfähigkeit oder auch Aussagen zu deiner Arbeitsweise.

Je nachdem, ob diese für deinen Job sehr wichtig sind (z. B. Jobs mit viel Kundenkontakt) oder tendenziell weniger wichtig (z. B. sehr technische Stellen) kann dieser Absatz länger oder kürzer ausfallen.

Was zählt, ist nämlich längst nicht nur das fachliche Know-how, sondern ebenso die sozialen, methodischen und persönlichen Kompetenzen, mit denen sich fehlende berufliche Erfahrungen kompensieren lassen. Im besten Fall belegst du deine Stärken anhand von greifbaren Beispielen aus deiner bisherigen Laufbahn.

Ausbaufähig wären also Sätze wie:

Ich mir finden Sie einen Praktikanten mit einer raschen Auffassungsgabe und einer hohen Lernbereitschaft.

Besser belegst du diese Aussage mit einem Beispiel:

In meinem letzten Praktikum habe ich mich eigenständig in ein mir bisher unbekanntes Aufgabengebiet eingearbeitet und war dank meiner raschen Auffassungsgabe und meiner hohen Lernbereitschaft bereits nach wenigen Tagen in der Lage, eigenständig zu arbeiten.

Schluss

Nachdem du in der Einleitung und im Hauptteil deine derzeitige Situation, deine Motivation und deine Eignung für die Praktikumsstelle dargelegt hast, solltest du nun zum Ende des Anschreibens kommen.

Im Schlussteil solltest du den Zeitraum nennen, indem du ein Praktikum bei dem Unternehmen absolvieren möchtest, sofern dieser nicht vorgegeben ist. Gleichzeitig solltest du darauf hinweisen, dass du offen für ein persönliches Gespräch oder weiterführende Fragen bist.

Vermeide hierbei jedoch unbedingt den Konjunktiv und formuliere anstelle von „Ich würde mich freuen…“ lieber „Ich freue mich, wenn…“. Solche wage formulierten Sätze hinterlassen bei dem Personaler eher einen unsicheren Eindruck und sollten daher vermieden werden. Stattdessen solltest du mit einem gesunden Maß an Selbstbewusstsein auftreten, ohne arrogant zu wirken.

UNSER TIPP!Wenn du magst, kannst du in deiner Bewerbung deutlich machen, dass du dich auf den Einstieg in das Berufsleben freust. Insbesondere bei Stellenausschreibungen „mit Aussicht auf Festanstellung“ kann dir dies einige Pluspunkte bringen. Sollte es also ernsthaft dein Interesse sein, nach dem Praktikum eine feste Stelle in dem Unternehmen einzunehmen, erwähne dies unbedingt im Schlusssatz deines Anschreibens.

 

Grußformel und Unterschrift

Nach dem Schlusssatz folgt mit einer Zeile Abstand die Grußformel, gefolgt von deiner handschriftlichen Unterschrift über deinem Vor- und Nachnamen in Druckbuchstaben.

Die gängigste Grußformel, mit der du nichts falsch machen kannst, lautet „Mit freundlichen Grüßen“ (ohne Komma). Wenn du dich bei modernen Unternehmen bewirbst, kannst du auch auf weniger formelle Grußformeln wie „Viele Grüße“ oder „Mit besten Grüßen“ ausweichen, wenn du auf Nummer sichergehen willst, machst du mit der Erstgenannten nie etwas verkehrt.

Auch bei einer Online-Bewerbung solltest du nicht auf deine handschriftliche Unterschrift verzichten. Entweder du scannst deine Unterschrift ein und platzierst sie als Bilddatei über deinem Namen oder du unterschriebst die finale PDF-Datei mithilfe eines Tabletsh.

Optional steht es dir noch frei, ein Anlagenverzeichnis aufzulisten, nach unserer Meinung ist das jedoch für eine moderne Bewerbung nicht mehr notwendig.

 

Lebenslauf für ein Praktikum

Neben dem Anschreiben ist der digitale Lebenslauf der zweite zentrale Teil einer Praktikumsbewerbung. Auch wenn du als Praktikant wahrscheinlich einen eher kurzen Lebenslauf hast, solltest du diesen nicht durch überflüssige Zusatzangaben in die Länge ziehen. Für Studenten, die bereits während der Studienzeit einige Praktika, relevante Nebenjobs oder Werksstudententätigkeiten absolviert haben, ist Ausgestaltung des Lebenslaufs natürlich weitaus weniger schwer.

In der Regel ist der Lebenslauf einer Bewerbung 1-2 Seiten lang, wobei bei der Bewerbung um ein Schülerpraktikum auch eine Seite vollkommen ausreicht. Schließlich ist auch Arbeitgebern bewusst, dass Schüler und Studenten aufgrund ihres Alters nicht das Maß an Praxiserfahrung mitbringen kann, wie jemand, der bereits mitten im Berufsleben steht.

Der Lebenslauf sollte grundsätzlich in tabellarischer Form verfasst werden und alle Tätigkeiten sowie die bisherige schulische oder akademische Laufbahn in korrekter Reihenfolge darstellen. Ein professionelles Bewerbungsfoto verschafft dem Unternehmen ein erstes Bild und einen positiven und professionellen Eindruck von dir.

Ein Foto im Lebenslauf ist aufgrund des Gleichbehandlungsgesetzes jedoch längst keine Pflicht mehr und somit optional. Allerdings trägt es dazu bei, dass deine Bewerbung individueller wird, du besser im Gedächtnis des Lesers bleibst und du einen besseren Eindruck von deiner Person übermittelst.

Der Lebenslauf bietet dem Unternehmen Aufschluss über deine Qualifikationen und damit deine fachliche Kompetenz und deine bisherigen Erfahrungen. Deshalb sollte dieser auch übersichtlich und gut strukturiert sein.

Das sind die Bestandteile eines Lebenslaufes

  • Überschrift
  • Persönliche Daten & Kontaktdaten
  • Bewerbungsfoto
  • Beruflicher Werdegang
  • Studium / schulischer Werdegang
  • Praktika, Weiterbildungen, soziales Engagement
  • Sprach-, EDV- und ggf. fachspezifische Kenntnisse
  • Ort, Datum und Unterschrift

Wie immer gilt: Schneide deinen Lebenslauf so gut es geht auf die ausgeschriebene Stelle zu und stelle die Informationen in den Mittelpunkt, die für das Unternehmen von Relevanz sind.

Auch außerhalb von Praktika und Beruf gesammelte Erfahrungen können deine Eignung verdeutlichen und dürfen daher im Lebenslauf genannt werden. Gemeint sind damit selbstständig erworbenen Kenntnisse relevante Hobbys und Interessen oder Nebentätigkeiten.

 

Anhänge

Wie bereits zuvor erwähnt, bilden die Anhänge den Schluss deiner Bewerbung. Sie befinden sich am Ende der (digitalen) Bewerbungsmappe. Diese belegen die Angaben aus deinem Bewerbungsschreiben und Lebenslauf und geben dem Arbeitgeber zusätzliche wertvolle Informationen über dich.

Kernbestandteil eines jeden Anhangs ist ein Zeugnis über deinen höchsten erworbenen Abschluss (Schulabschluss, Ausbildung, Uniabschluss etc.). Insgesamt solltest du alle Zeugnisse beilegen, die für dein Praktikum relevant sein können. Manche Arbeitgeber legen mehr Wert auf Zeugnisse als Andere, darum solltest du in Zweifel lieber zu viele Anhänge beifügen als zu wenige.

Darüber hinaus kannst du in den Anlagen all jene Dokumente unterbringen, welche deine Eignung für das Praktikum besonders hervorheben. Dazu zählen beispielsweise Urkunden, Empfehlungsschreiben, Referenzen oder Nachweise zu (Online-)Kursen oder Seminaren.

Achte allerdings darauf, deiner Bewerbung keine unnötigen Anlagen beizulegen. Ein Grundschulzeugnis ist auf jedem Fall uninteressant, während ein Zertifikat über einen Programmierkurs für ein Praktikum als Webdesigner von höchster Bedeutung ist, aber nicht, wenn du dich in einem sozialen Bereich bewirbst.

Deine Dokumente sollten in hoher Qualität und sauber eingescannt werden und ausschließlich als PDF-Datei beigefügt werden.

UNSER TIPP!Füge alle deine Dokumente zu einem PDF zusammen, damit der Leser deiner Bewerbung nicht den Überblick verliert. Dafür gibt es kostenlose Programme wie PDF 24.

 

Tipps für Bewerbungen um Praktika

Praktika sind dein Einstieg in das Berufsleben, da du neue Kenntnisse erlangen und neue Berufsfelder kennenlernen kannst. Grund genug also bei der Bewerbung um ein Praktikum äußerste Sorgfalt walten zu lassen. Die wichtigsten Tipps aus unserem Artikel zur Praktikumsbewerbung findest du im Folgenden in Kurzform zusammengefasst:

  • Zeige Persönlichkeit und überzeuge durch individuelle Bewerbungsunterlagen
  • Stelle klar, warum du genau bei diesem Unternehmen ein Praktikum absolvieren willst und bringe deine Motivation für ein Praktikum zum Ausdruck
  • Vermeide überflüssige Standardfloskeln und Worthülsen im Anschreiben
  • Gestalte deine Bewerbungsunterlagen mit einem einheitlichen, ansprechenden und seriösen Design und nutze professionellen Bewerbungsfoto

Werden Praktika immer bezahlt?

Hinsichtlich der Frage, ob ein Praktikum vergütet wird oder nicht, spielt es vor allem eine Rolle, ob es sich um ein freiwilliges oder ein Pflichtpraktikum handelt.

Nach § 26 des Berufsbildungsgesetzes gelten Praktikanten als gewöhnliche Arbeitnehmer, weshalb ihnen der gesetzliche Mindestlohn zusteht – allerdings nur, wenn die Praktikumsdauer die Länge von drei Monaten übersteigt. Ist die Praktikumszeit geringer als drei Monate, gilt der Anspruch auf Mindestlohn demnach nicht.

Auch wenn du ein Pflichtpraktikum absolvierst, welches beispielsweise fest in deinem Studienverlaufsplan verankert ist,, absolvierst, besteht kein Anspruch auf Mindestlohn. Die Vergütung des Praktikums hängt (abgesehen von der oben genannten Regelung zum Mindestlohn) dann einzig und allein von der Kulanz der Firma ab.

Eine gesetzliche Regelung, die deine Vergütung während des Pflichtpraktikums vorsieht, gibt es also nicht. Häufig zahlen Unternehmen ihren Praktikanten dennoch freiwillig eine Praktikumsvergütung, wobei die Höhe abhängig von der Dauer des Praktikums, der Größe des Unternehmens und deiner Qualifikation ist.

Wie erkenne ich einen guten Praktikumsplatz?

Bereits vor deiner Bewerbung lässt sich in gewissen Maßen abwägen, ob es sich um einen guten Praktikumsplatz handelt – oder eher nicht. Sofern vorhanden, ist die Stellenausschreibung ein erster Anhaltspunkt, der Indizien zur Qualität der Praktikumsstelle liefert.

Wird ein bevorzugter Zeitraum für die Länge des Praktikums angegeben? Gehen deine Aufgaben und die Anforderungen an die Stelle eindeutig hervor? Handelt es sich um ein seriöses Unternehmen? Wird das Praktikum vergütet?

Die wichtigsten Merkmale auf die du achten solltest, um einen guten Praktikumsplatz zu erkennen sind unter anderem:

  • Der Praktikumsvertrag: Insbesondere Praktika, die über eine Woche hinaus gehen, sollten durch einen Vertrag abgesichert werden, in welchem die Dauer, die Lernziele, eine eventuelle Vergütung sowie Regelungen zur Arbeitszeit fest verankert sind. Auch Angaben zur Krankheitsregelung sollten in einem Praktikumsvertrag Platz finden.
  • Arbeitnehmerbewertungen: Im Internet findest du einige Portale, bei welchen Angestellte Ihre Arbeitgeber bewerten können. Auch wenn man nicht alle Bewertungen auf die Goldwaage legen sollte (positiv wie negativ) können Sie doch einen ersten Einblick über das Arbeitsklima oder die Arbeitsbedingungen liefern.
  • Die erste Kontaktaufnahme: Auch für Praktikumsstellen werden vorab Telefoninterviews oder persönliche Vorstellungsgespräche geführt. In Bewerbungsprozess solltest auch du dir kritisch ein Bild vom Unternehmen machen und darauf achten, ob dir als Praktikant eine gewisse Wertschätzung und ein höflicher Umgang entgegengebracht wird.
  • Persönliche Betreuung und Ablauf: Erkundige dich in einem persönlichen Gespräch vor deinem Praktikumsstart danach, ob es einen festen Ansprechpartner gibt, welche Aufgaben du übernehmen bzw. begleiten darfst und wie die Einarbeitung bei einem längeren Praktikum geregelt ist. Zeigt dir der Arbeitgeber einen konkreten Plan auf oder weiß er selbst noch nicht so recht, wie dein Arbeitsalltag aussieht?

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Artikel verfasst von Ferdinand Hausen:Autor: Ferdinand Hausen
Ferdinand Hausen ist ehemaliger Recruiter und der Gründer und Inhaber von www.360-Grad-Bewerbung.de. Für seine Kunden hat er bereits über Tausend Anschreiben und Bewerbungsmappen erstellt. Seine Erfahrung stellt er durch seinen Bewerbungsservice zur Verfügung und teilt diese auch in seinem eBook "Die ultimative Online-Bewerbung" .

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