Die perfekte Bewerbung
 

Bewerbungsanschreiben –
Tipps & Tricks

Das Bewerbungsanschreiben ist für viele Bewerber die größte Hürde, da es oft schwerfällt sich zu beschreiben und Sätze geschickt auszuformulieren.

Doch beginnen wir erst mal mit den grundlegenden Dingen, damit du weißt, was überhaupt in ein Anschreiben gehört und wie es aufgebaut ist.

Bewerbungsanschreiben – Schritt für Schritt

  1. Einleitung

Im ersten Absatz erklärst du, in der Regel in nur ein bis zwei Sätzen, wie du auf die Stelle aufmerksam geworden bist und was dich dazu bewogen hat dich zu bewerben – zumindest machen das die meisten Bewerber so.

Allerdings solltest du (wie bereits im Artikel „wie verbessere ich die Chancen zum Bewerbungsgespräch eingeladen zu werden“ erwähnt), vor allem im ersten Satz des Bewerbungsanschreibens auf nichtssagende Floskeln verzichten.

Darum kannst du dich bereits dort von deinen Mitbewerben abheben. Erzähle doch gleich mit dem ersten Satz warum du besonders motiviert bist, in dieser Position zu arbeiten, oder was dich besonders qualifiziert, deine kommenden Aufgaben zu übernehmen.

Damit weckst du zum einen gleich Interesse an dir, zum anderen verhinderst du, dass der Personaler durch diese Standardsätze, die er jeden Tag mehrmals Mal liest, direkt abschaltet.

  1. Hauptteil

Kommen wir zum Hauptbestandteil des Anschreibens. Mein Tipp: Schreibe dir die wichtigsten Anforderungen der Stellenanzeige heraus und arbeite Sie – sortiert nach der Wichtigkeit – ab. Dabei solltest du aber speziell darauf achten nicht in den sturen Aufzählungsmodus zu schalten, sondern einen flüssigen Text zu formulieren.

Nun könnten zum Beispiel drei der wichtigsten Punkte aus der Anzeige souveränes Verhalten am Telefon, schnelle Einarbeitung in die Software und gute MS-Office-Kenntnisse sein. Dann formulierst du zu den genannten Anforderungen einfach deine bisherigen Erfahrungen und angeeigneten Fähigkeiten.

Natürlich ist es immer sinnvoll im Hauptteil auf das Unternehmen einzugehen, bei welchem du dich bewirbst. Bewirbst du dich bei einem internationalen Großkonzern, kannst du natürlich schreiben, dass es für dich eine große Chance ist, in einer angesehenen, erfolgreichen Firma Fuß zu fassen.

Solltest du dich allerdings bei einer kleinen Firma mit fünf Mitarbeitern bewerben, hüte dich davor dir abenteuerliche Sätze über das gute Ansehen in der Branche aus den Fingern zu saugen. Das kann schnell als unglaubwürdig gesehen werden, oder es wird vermutet, dass du deine Standard-Vorlage für alle Unternehmen benutzt hast.

Gehe im Hauptteil des Bewerbungsanschreibens auch kurz auf deinen Lebenslauf ein. Dabei nutzt es dir nichts einfach alle Stationen deines Werdegangs runter zu rattern, nutze vielmehr die Chance, wichtige Qualifikationen oder Erfahrungen hervorzuheben oder gegebenenfalls zu erklären, warum du deine Jobs gewechselt hast und warum du das jetzt wieder tun möchtest.

Halte dir vor Augen, dass du in diesem Teil der Bewerbung es sowohl in der Hand hast Schwächen in deinem Lebenslauf zu erklären oder in den Hintergrund zu rücken, als auch besondere Leistungen und Stärken hervorzuheben, die deine Chancen auf ein Bewerbungsgespräch steigern.

 

 

  1. Softskills und Motivation

Damit kommen wir wieder zu einem sehr anfälligen Teil der Bewerbung für nichtssagende Phrasen und Standardsätzen, die jeder Ihrer Mitbewerber auch verwenden wird. Oftmals wird hier wild mit Eigenlob und Adjektiven wie teamfähig, zuverlässig, motiviert usw. um sich geworfen.

Meine (persönliche) Meinung dazu ist folgende:

Sobald ich im Beruf merke, dass ich bei der Bewerbung zu dem Absatz komme, in dem sich der Bewerber selbst in den Himmel lobt und sich als besonders engagiert und motiviert bezeichnet überspringe ich den Absatz komplett.

Warum? Weil ich das von keinem der Bewerber je nachprüfen kann, bis ich ihn letztendlich eingestellt habe. Ich habe im Bewerbungsgespräch noch die Möglichkeit zwischen den Zeilen herauszuhören, wie motiviert ein potenzieller Angestellter sein kann, aber im Bewerbungsschreiben, kann sich wirklich jeder diese Standardsätze aus dem Internet ziehen und mit copy + paste in sein Bewerbungsanschreiben einfügen.

Wie kannst du das jetzt besser machen?

Da du dich möglichst von der Konkurrenz abheben möchtest, suche auch hier wieder nach der individuellsten Lösung.

Bewirbst du dich als KFZ-Mechaniker, schreibe von deinen Erfahrungen und wie du dich auch außerhalb des Berufslebens mit der Materie auseinandersetzt.

Du bewirbst dich als Softwareentwickler – beschreibe dein bisher größtes Projekt, deine größte Herausforderung und warum du deine erworbenen Kenntnisse jetzt bei einem neuen Arbeitgeber einsetzen möchtest.

    1. Schluss

Das Wichtigste wäre also geschafft. Nun brauchst du nur noch einen oder zwei kurze Sätze, die dein Bewerbungsschreiben abrunden.

Darin vorkommen sollte das frühest mögliche Einstiegsdatum und u. U. noch die Gehaltsvorstellung (falls explizit in der Stellenausschreibung gefordert).

Verzichte zudem im letzten Satz auf den Konjunktiv. Also anstatt „über eine Einladung zu einem persönlichen Gespräch würde ich mich sehr freuen“, so etwas wie „über eine Einladung zu einem persönlichen Gespräch freue ich mich sehr“.

Mit dem Verzicht auf den Konjunktiv gibst du deiner Online-Bewerbung Nachdruck und strahlst Selbstbewusstsein aus. Studien zeigen, dass Verbraucher auf Aufforderungen positiv reagieren. Darum – fordere deinen Arbeitgeber aktiv auf, dich einzuladen. Aussehen könnte das Ganze zum Beispiel so:

„Sehr gerne überzeuge ich Sie in einem persönlichen Gespräch von mir.“

oder

„Hat Sie meine Bewerbung überzeugt? Dann freue ich mich darauf, mich persönlich bei Ihnen vorstellen zu können.“

Form und Inhalte des Bewerbungsanschreibens

Der Text wäre also soweit geschafft. Die höchste Hürde deiner Bewerbung ist also genommen. Trotzdem gibt es noch einige Dinge für das Anschreiben zu beachten, die ich dir hier kurz zusammenfassen möchte.

Hier eine kurze Checkliste mit Informationen, die nicht fehlen dürfen:

  • Firmenname, Ansprechpartner, Firmenanschrift
  • Ort, Datum
  • Betreffzeile
  • Anrede mit Nennung des Ansprechpartners
  • (Händische) Unterschrift

Wichtig zu erwähnen wäre an dieser Stelle noch das Design deines Anschreibens. Der beste Text wirkt lieblos, wenn das Bewerbungsanschreiben nur aus Text auf weißem Hintergrund besteht.

Da sich das Layout nicht nur auf das Anschreiben, sondern auch auf den Lebenslauf und gegebenenfalls das Deckblatt bezieht, habe ich dem noch einen eigenen Artikel gewidmet, den du hier nachlesen kannst.

Wohin mit dem Bewerbungsanschreiben?

Da du dich heute in der Regel per E-Mail bewirbst, solltest du das Anschreiben auch als Anhang versenden und nicht als Text in die Mail packen.

In deine E-Mail gehört selbstverständlich auch noch ein kurzer Text, dort reicht es aber völlig aus, in zwei bis drei Sätzen zusammenzufassen wofür du dich bewirbst und dass du dich über eine positive Rückmeldung sehr freust. Unter Umständen kannst du hier auch deine Gehaltsvorstellung und dein frühest mögliches Eintrittsdatum unterbringen.

Nun bist du bestens gerüstet, um dein Bewerbungsanschreiben selbstständig zu verfassen. Möchtest du dir deine Online-Bewerbung lieber schreiben oder Korrekturlesen lassen wird dir bei 360-Grad-Bewerbung weitergeholfen.

 

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