Die perfekte Bewerbung
 

Wie schreibt man eine Bewerbung?

Du hast dich nach langem Hin und Her für ein Berufsfeld entschieden und hast dir inzwischen einige interessanten Stellenangebote herausgesucht? Dann stehst du jetzt vielleicht vor der Frage: Wie schreibt man eine Bewerbung? Wenn du dich schon etwas mit diesem Thema auseinandergesetzt hast, hast du wahrscheinlich bereits festgestellt, das es gar nicht so leicht von der Hand geht, eben mal eine professionelle Bewerbung aus dem Ärmel zu schütteln. Wenn du gerade gar nicht weißt, wo und wie du beginnen sollst – kein Problem!
Hier erfährst du, worauf es bei einem guten Bewerbungsanschreiben ankommt und wie du Schritt für Schritt vorangehst, deine perfekte Bewerbung zu schreiben.

Wie schreibt man eine Bewerbung

Welche Standards du unbedingt einhalten solltest:

Viele Wege führen nach Rom/ zum Job – den EINEN Weg gibt es also nicht. Einige Standards solltest du aber bei jeder Bewerbung beachten:

  • Übliche und gut lesbare Schriftart: z. B. Arial oder Times New Roman, in der Schriftgröße 10 bis 12
  • Anschreiben: max. 1 Seite
  • Lebenslauf: max. 2 Seiten
  • Reihenfolge der Dokumente: Deckblatt, Anschreiben, Lebenslauf, Zeugnisse, Zertifikate
  • Übersichtliche Gestaltung, leichte Auffindbarkeit der Kontaktdaten




Was brauche ich für eine Bewerbung? Eine kurze Checkliste:

Bevor du hier lernst, wie man eine Bewerbung schreibt, sehen wir doch erstmal, ob du deine Unterlagen vollständig zur Hand hast. Das benötigst du, bevor du mit loslegst:

1) Das Layout

Wenn du bei deinem künftigen Arbeitgeber einen guten Eindruck schinden möchtest, solltest du deine Unterlagen auch optisch gut präsentieren. Einheitliche Designs für Deckblatt, Anschreiben und Lebenslauf, die du verwenden kannst, findest du hier!

2) Bewerbungsfoto

Auch wenn die Qualität der Smartphone-Kameras inzwischen außerortendlich gut ist, sollest du unbedingt ein vom Fotografen geschossenes Bewerbungsfoto verwenden. Selfies oder Fotos aus dem Alltag sind ein absolutes No-Go!

3) Zeugnisse

Alle relevanten Zeugnisse und Zertifikate liegen dir vor und wurden hochauflösend eingescannt (nicht abfotografiert), sodass du sie an die fertige Bewerbung anhängen kannst.

4) Studiere die Stellenanzeige

Bevor du dich an das Anschreiben setzt, solltest du dir die Stellenanzeige genaustens ansehen. In der Regel wird dort sehr genau aufgeführt, welche Anforderungen sich der Arbeitgeber von dir wünscht. Gleiche die Anforderungen mit deinen Kenntnissen ab und überlege dir, wo du bereits Erfahrungen, Kenntnisse und Fähigkeiten hast, die du später in deiner Bewerbung hervorheben möchtest.

Damit du die Stellenanzeige auch richtig einordnen kannst, solltest du wissen, dass hier zwischen Muss-Anforderungen und Kann-Anforderungen unterschieden wird. Muss-Anforderungen sind in der Regel Grundvoraussetzung für die ausgeschriebene Stellen. Du erkennst sie an folgenden Formulierungen:

  • Vorausgesetzt wird (…)
  • Wir erwarten (…)
  • Sie bringen Kenntnisse in (…) mit.
  • Erforderlicht sind Erfahrungen in (…)

Im Gegensatz dazu sind die Kann-Anforderungen nicht zwangsläufig notwendig, aber gerne gesehen. Von Ihnen solltest du dich also nicht abschrecken lassen. In der Regel äußern sich diese folgendermaßen:

  • Idealerweise (…)
  • Wünschenswert (…)
  • Von Vorteil sind (…)
  • Erwünscht sind (…)

5) Setze dich mit der Firma auseinander

Die perfekte Bewerbung hat immer auch einen Bezug zur Firma. Dein neuer Chef soll merken, dass du dich mit dieser beschäftigt hast und du ihn nicht nur mit einer Massen-E-Mail abgefertigt hast. Überlege dir vorab bereits, was dir besonders an deinem Arbeitgeber gefällt, ob du einen besonderen Bezug zu deren Produkte hast, was du gerne dort bewirken möchtest (…).

Wie schreibt man eine Bewerbung? Tipps vom Bewerbungscoach Martin Wehrle:

Hier geht’s zum Buch von Martin Wehrle: Geheimakte Vorstellungsgespräch!

Das Anschreiben

Nun geht es an den wohl komplexesten Teil deiner Bewerbung. Vorab sei dir gesagt, dass es für das perfekte Anschreiben keine Formel gibt, die du 1 zu 1 übernehmen musst. Allerdings gibt es gewisse Standards, an die du dich halten solltest. Beginnen wir zunächst mit dem Aufbau:

Der Aufbau

Bewerbung: der Aufbau des Anschreibens

Da du jetzt einen Überblick hast, wie das Abschreiben aufgebaut ist, gehen wir die einzelnen Abschnitte Schritt für Schritt durch. Der Bewerbungskopf beginnt mit der Adresse des Arbeitgebers. Auch dein Ansprechpartner sollte hier genannt werden. Darunter folgt rechtsbündig dein Wohnort und das Datum, an dem du die Bewerbung abschickst.

Ein kleiner Trick dazu: Wenn du etwas länger an deiner Bewerbung sitzt, vergisst du schnell, das Datum auf den Absendetag anzupassen. Das kann den Eindruck vermitteln, dass du mit deiner Bewerbung sehr lange gezögert hast. Wenn du dein Anschreiben mit MS-Office erstellst, gibt es hierfür einen kleinen Hack. Mit der Tastenkombination alt + shift + wird das Datum eingefügt und beim öffnen des Dokuments, automatisch aktualisiert.



Nach dem Datum und Ort folgt die Betreffzeile. Diese lautet in der Regel: “Bewerbung um die Stelle als …” oder “Bewerbung um einen Ausbildungsplatz zum …“. Hat der Arbeitgeber eine Referenz- oder Stellennummer auf seiner Stellenausschreibung angegeben, solltest du diese auch hier aufführen.

Jetzt geht es an das eigentliche Anschreiben. Dafür empfehlen wir dir, erstmal eine “Rohversion” anzufertigen und die Sätze erst vollständig auszuformulieren, wenn du ein “Gerüst” hast – d. h. du genau festgelegt hast, an welcher Stelle du welche Argumente anbringst.

Die Anrede

In den meisten Fällen findest du in der Stellenbeschreibung oder auf der Unternehmenshomepage, deinen Ansprechpartner für deine Bewerbung. Dann solltest du diesen auch immer persönlich in der Anrede ansprechen. Wenn du (ggf. auch nach einem kurzen Anruf) deine Kontaktperson nicht herausfinden kannst, genügt das allgemeine “Sehr geehrte Damen und Herren”.

Die Einleitung

Der erste Absatz des Anschreibens stellt einen äußerst wichtigen Bestandteil dar. Hier entscheidet sich, ob der Leser neugierig auf deine Person wird, oder ob er den Rest des Textes nur überfliegen wird. Genau aus diesem Grund solltest du hier auf Standard-Vorlagen verzichten und keine Sätze benutzen, den so oder so ähnlich 9 von 10 Bewerbern benutzen.

Hier hast du also die große Chance, dich vom Großteil deiner Mitbewerber abzuheben und dich interessant zu machen. Statt einem Standardsatz darüber wo du auf die Stelle aufmerksam geworden bist und dass du dich deswegen hiermit auf die ausgeschriebene Stelle bewerben möchtest, kannst du über deinen besonderen Bezug zur Firma und/oder deren Produkte sprechen. Du hast aber auch unzählige andere Möglichkeiten. Du kannst auf ein bereits geführtes Telefonat mit Frau XY verweisen und dich für die Informationen bedanken. Das stellt gleich einen persönlichen Bezug zu dir her. Einige konkrete Beispiele, die Anregungen für dich sein können, findest du auch in diesem Artikel. Du solltest allerdings die Variante benutzen, die am besten zu dir passt und das ganze als “Teaser” für dein weiteres Anschreiben betrachten.

Der Hauptteil

Hier geht es vorrangig um deine fachlichen Kompetenzen. Beschreibe hier deine Aufgaben, die du bei deinen ehemaligen/derzeitigen Arbeitgeber übernimmst, welche Erfolge du dabei erzielen konntest und welche Fähigkeiten du dir aneignen konntest. Wie oben beschrieben, hast du dir die Stellenanzeige ja bereits gut eingeprägt. Überlege also, welche deiner Kenntnisse für diese Stelle besonders relevant sind. Beachte das es in diesem Teil um die sogenannten Hard-Skills geht, also um die reinen fachlichen Fähigkeiten (die du im besten Fall auch durch Zeugnisse und Zertifikate nachweisen kannst).

Wenn es dein Lebenslauf notwendig macht, hast du hier auch die Möglichkeit berufliche Wechsel oder andere Ungereimtheiten deines Werdeganges zu erklären.

In der Vorbereitung zur Bewerbung hast du dich auch bereits intensiv mit der Firma auseinandergesetzt. Am Ende des Hauptteils (alternativ auch bereits in der Einleitung) solltest du jetzt zeigen, dass du dich informiert hast, welchen Mehrwert du bieten kannst, was du gerne in der Zukunft zusammen erreichen möchtest, oder Ähnliches. Gerne kannst du auch hier wieder Inspiration bei unseren Beispielen holen.


Wenn du dich trotz Anleitung schwer mit dem Anschreiben tust, kannst du gerne den Bewerbungsservice von 360 Grad Bewerbung in Anspruch nehmen. Hier kannst du dein Anschreiben korrigieren lassen, oder komplett schreiben lassen.


Motivation und Softskills

In diesem Absatz geht es um deine Softskills, also um deine Motivation und soziale Kompetenzen. Richtige dich auch hier wieder verstärkt nach den Anforderungen der Stellenanzeige. Konzentriere dich auf die wichtigsten Eigenschaften, die du für deinen neuen Beruf mitbringen musst. Dich in zu vielen Bereich zu loben wirkt schnell unglaubwürdig oder unsympathisch. Für eine Stelle mit viel Kundenkontakt solltest du also deine guten kommunikativen Kompetenzen hervorheben, während es bei einer Stelle als Datenerfasser wohl eher um gute Konzentrationsfähigkeiten geht. Warum bist du besonders motiviert, diese Job gut auszufüllen? Auch diese Frage sollte hier nicht zu kurz kommen.

Schluss

Im Wesentlichen geht es im letzten Absatz nur darum, deine Bewerbung abzurunden und zu einem gelungenen Ende zu bringen. Inhaltlich sollten hier optional nur die Gehaltsvorstellungen angegeben werden. Wenn es sich durch die Art der Stelle (z. B. Ausbildungsplatz) nicht erübrigt, ist es auch sehr ratsam, hier den frühest möglichen Beginn der Tätigkeit aufzuführen.

Jubelnde Frau

Nachbereitung des Anschreibens

Dein Anschreiben ist fertig? Überprüfe durch W-Fragen, ob du alle wichtigen Punkte geklärt hast:

Wer bist du?

Was kannst du in die neue Firma einbringen?

Warum hast du dich für die Stelle beworben?

Wann kannst du beginnen?



Überprüfe auch die Rechtschreibung und den Schreibstil: Lasse dein Anschreiben mindestens von ein bis zwei Personen gegenlesen, um Rechtschreib- und Grammatikfehler zu vermeiden. Auch Online-Rechtschreibprogramme, wie z. B. vom Duden können dir dabei helfen. Doch auch über deinen Schreibstil solltest du dir beim Gegenlesen der Bewerbung Gedanken machen. Die Bewerbung sollte nicht in zu “hochgestochen”, sondern in lebendiger Sprache geschrieben werden.

Zusammengefasst:

Ein gutes Anschreiben:

  • weist eine klare Struktur auf
  • ist individuell auf das Unternehmen und dessen Stellenbeschreibung ausgerichtet
  • vermeidet nichts-sagende Sätze, jeder Satz erfüllt seinen Zweck
  • bringt deine Motivation und Stärken (Hard- und Softskills) hervor
  • ist aktiv und in lebendiger Sprache geschrieben.

Einfach Bewerben

 

 

Der Lebenslauf

Was musst du beachten, um einen guten und korrekten Lebenslauf zu schreiben? Auch wenn es auf den ersten Blick vermeintlich beim Lebenslauf nicht viel falsch zu machen gibt, lauern dort trotzdem einige Tücken sowie das Potenzial, das Beste aus der Präsentation deines Werdeganges zu machen.

Einen häufigen Fehler findet man in der Chronologie. Es hat sich durchgesetzt, dass der Lebenslauf mit der letzten bzw. aktuellen Position begonnen wird. Die Stationen solltest du also in der umgekehrten chronologischen Reihenfolge aufzählen.

Auch der Lebenslauf ist kein “starres” Formular und kann je nach Stellenanforderung angepasst werden. Bei allen relevanten Positionen solltest du deine (Haupt-)Aufgaben stichpunktartig zusammenfassen. Achte also darauf, die Aufgaben und Kenntnisse hervorzuheben, die auch für die neue Stelle von Vorteil sind.

Wenn du mehr zum Lebenslauf wissen möchtest, findest du hier dazu einen eigenständigen Artikel, inklusive einer Checkliste zur Vollständigkeit.

 

Das waren unsere Tipps zum Thema: Wie schreibt man eine Bewerbung?

Wenn du dir trotz allem noch unsicher mit deiner Bewerbung bist, kann dir 360 Grad Bewerbung dennoch helfen, deine Bewerbung auf Vordermann zu bringen. Eine vorhandene Bewerbung korrigieren lassen oder sogar eine Bewerbung komplett schreiben lassen kannst du hier. Mit dem untenstehenden Formular, kannst du dir sogar ein einen exklusiven Rabattcode zuschicken lassen.

Vielleicht auch interessant für dich: Einige Autoren verschenken für eine kurze Zeit oder Auflage Ihre Bücher. Warum das so ist und welche Bücher du dir gerade kostenlos unter den Nagel reißen kannst, erfährst du hier!

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